Scan-Quote im Direktmarketing: Was ist ein guter Wert?
Eine belastbare, allgemeingültige Benchmark für QR-Code-Scan-Quoten in B2B-Printmailings existiert nicht, da sie stark von Zielgruppe, Personalisierungsgrad und Angebot abhängt. Als grobe Orientierung gilt: Liegt die Scan-Quote deutlich unter der allgemeinen Response-Rate der Kampagne, deutet das auf eine unklare oder wenig attraktive Handlungsaufforderung hin.
Warum eine einzelne Zielzahl irreführend wäre
Zu viele Variablen bestimmen die Scan-Quote, als dass eine einzelne Benchmark verlässlich wäre: Qualität und Relevanz des Aufhängers, Attraktivität dessen, was hinter dem Code wartet, Branche und Position des Empfängers, dazu die generelle Vertrautheit der Zielgruppe mit QR-Codes. Seriöse Quellen vermeiden deshalb pauschale Prozentangaben und empfehlen stattdessen den Vergleich über mehrere eigene Kampagnen hinweg.
Was die Quote tatsächlich aussagekräftig macht
Aussagekräftiger als ein absoluter Wert ist der relative Vergleich: Wie verändert sich die Scan-Quote, wenn Aufhänger, Betreffzeile oder Ziel hinter dem Code wechseln? A/B-Tests über mehrere kleinere Kampagnenwellen liefern belastbarere Erkenntnisse als ein einzelner absoluter Prozentwert.
Drei Hebel, die die Quote spürbar erhöhen
Eine klare, kurze Handlungsaufforderung direkt neben dem Code — „Scannen Sie für Ihr persönliches Video“ — steigert die Quote deutlich gegenüber einem unerklärten Code. Auch die Platzierung zählt: Ein Code im unteren Drittel, nachdem der Empfänger den Inhalt gelesen hat, funktioniert oft besser als einer direkt am Anfang.
Ein Signal unter mehreren, nicht das einzige
Die Scan-Quote sollte nicht isoliert betrachtet werden, sondern zusammen mit der Gesamt-Response-Rate der Kampagne — inklusive Rückrufen und E-Mail-Antworten. Ein Empfänger, der nicht scannt, aber direkt anruft, ist ebenso ein Erfolg.
Häufige Fragen
Nicht zwangsläufig — manche Empfänger reagieren lieber direkt per Anruf oder E-Mail. Die Scan-Quote sollte im Kontext der gesamten Response-Rate betrachtet werden.
Über A/B-Tests verschiedener Handlungsaufforderungen, Code-Platzierungen und dem, was hinter dem Code wartet — ein konkretes, persönliches Ziel schneidet meist besser ab als eine generische Landingpage.